Urlaub im Ötztal
Das im österreichischen Tirol liegende, 65 Kilometer lange Ötztal grenzt an das, die Ostalpen durchquerende Inntal. Das Ötztal, welches international besonders durch die Wintersportgebiete bekannt ist, umfasst die fünf Gemeinden Sölden, Umhausen, Längenfeld, Sautens und Oetz. Zu den touristischen Ballungszentren Tirols zählend, ist die Gemeinde Sölden ein äußerst beliebtes Wintersportdomizil, während das äußere Ötztal zweisaisonal auch auf den Sommertourismus ausgerichtet ist. Letzteres lockt somit nicht nur Wintersportbegeisterte, sondern in den Frühlings- und Sommermonaten auch die Wandertouristen. Neben den unzähligen altbewährten Wanderwegen bieten sich für den Urlaub im Ötztal auch Hochtouren und Gletscherüberquerungen an, bei welchen sich jedoch, besonders für ungeübte Wanderer, die Inanspruchnahme eines Bergführers empfiehlt. Auf den übrigen Wanderwegen, welche je nach Schwierigkeitsgrad nach rot und schwarz unterschieden werden, hilft eine einheitliche Beschilderung den begeisterten Wanderern bei der Orientierung. Während die roten Bergwege, welche oft steil angelegt sind und überwiegend schmal verlaufen, ausdauernden Bergwanderern entsprechen, sind die schwarzen Wandertouren nur Bergsteigern mit der entsprechenden Ausrüstung vorbehalten. Auch für Freizeitwanderer, denen es an entsprechender Erfahrung mangelt, stellen die Wanderwege des Ötztals ein attraktives Urlaubsziel dar. Weder eine professionelle Ausrüstung noch Bergerfahrung setzen die im Wald verlaufenden Wanderwege voraus. Sie eignen sich somit ideal für Urlauber, die die Natur in ihren vollen Zügen genießen wollen. Einer der berühmtesten Ötztaler Wanderwege ist der Jakobsweg. Dieser führt am Ortsteil Ebene vorbei, über Wiesen und Felder zum Kalvarienberg und dem Piburgersee, einem der wärmsten Tiroler Gebirgsseen. Besonders bekannt ist das Ötztal für die im Jahr 1991 im Eis des Similaungletschers gefundene mumifizierte Leiche, welche unter dem Namen „Ötzi“ in den Medien für Aufmerksamkeit sorgte. Der in 3.200 Metern Höhe gefundene Mensch gilt als ältester Fund seiner Art. Ein Wanderweg ermöglicht es den Touristen, die Fundstelle zu besichtigen. Hierbei führt die Wanderroute von Vent, in 1.900 Metern Höhe gelegen, durch das Niedertal, innerhalb von 4,5 Stunden, zur Similaunhütte, welche sich in einer Höhe von 3.019 Metern befindet. Von hier aus leitet ein Wandersteig den Wanderer binnen einer Stunde zur Fundstelle. Für wissbegierige Ötztal-Urlauber empfiehlt sich ein Besuch des Freilichtparks „Ötzidorf“, welcher Wissen über die vorgeschichtlichen Zeiten, in Form von Rekonstruktionen und Modellen, für die Allgemeinheit zugänglich macht. Das Ötztal bietet sowohl Hochleistungs- als auch Freizeitsportlern ein vielseitiges Angebot, dessen Auskosten nicht nur für Abenteuerhungrige empfehlenswert ist. Ebenso gesundheitsbewusste und naturliebende Menschen kommen im wohl bekanntesten Tal Tirols auf ihre Kosten.
